Großprojekt bringt moderne, nachhaltige digitale Infrastruktur in die Region
Frankfurt/Main / Rosbach vor der Höhe, Februar 2026. Für die Stadt ist es ein bedeutender Schritt in Richtung digitale Zukunft: Die Entstehung eines neuen Rechenzentrums in Rosbach vor der Höhe. Der 29. Januar markierte den Auftakt für das Bauprojekt. Feierlich überreichte Birgit Weckler, Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises, im Rosbacher Rathaus die offizielle Baugenehmigung an den Betreiber, die firstcolo Datacenters GmbH aus Frankfurt am Main.
Im Beisein von Rosbachs Bürgermeister Steffen Maar und Mathias Radu, Mitarbeiter des Kreisbauamtes, nahm die gesamte Geschäftsführung von firstcolo – Jerome Evans, Nicolaj Kamensek und Dennis Bergfeld – das Dokument mit großer Freude in Empfang. Auch Denis Grosch, Leiter Fachbereich Stadtplanung und Immobilien, Nils Schellhammer, Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Klimaschutzstrategie, und Sebastian Briel, Leiter der Stabsstelle des Bürgermeisters, unterstützten die offizielle Übergabe mit ihrer Teilnahme.
(v. li.:) Birgit Weckler, Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises; Steffen Maar, Bürgermeister der Stadt Rosbach v. d. Höhe; die Geschäftsführung der firstcolo Datacenters GmbH: Nikolaj Kamensek, Dennis Bergfeld, Jerome Evans
Mit dem neuen Rechenzentrum realisiert firstcolo das größte Bauprojekt der Region: Auf einer Grundstücksfläche von 11.555 m² soll ein hochmodernes, für KI-Anwendungen ausgelegtes Rechenzentrum mit einer Gesamtfläche von rund 18.000 m² auf mehreren Ebenen und einer Leistung von bis zu 24 Megawatt entstehen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 250 Millionen Euro.
Schlüsseltechnologien und Energieeffizienz stärken Standort Rosbach nachhaltig
„Mit dem Bau unseres Rechenzentrums in Rosbach gehen wir den nächsten Schritt hin zu einer neuen Generation von Hochleistungs-Datacentern“, erklärt Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer von firstcolo. „Wie all unsere Standorte wird auch dieser zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Wir wollen eines der energieeffizientesten Rechenzentren Deutschlands bauen.“ Das geplante Rechenzentrum verbindet modernste Technik mit nachhaltigen Konzepten: Neben 100 Prozent Ökostromversorgung, dem Einsatz innovativer Kühltechnologien und effektiver Nutzung von Abwärme werden besonders niedrige PUE-Werte angestrebt. (Anm.: PUE steht für Power Usage Effectiveness und besagt, wie effizient ein Rechenzentrum Energie nutzt: je niedriger der Wert, desto besser). Das Angebot soll flexible Nutzungsmöglichkeiten vom Einzelrack bis zu kundenspezifischen IT-Flächen umfassen, und die Anbindung wird über einen Carrier-neutralen Anschluss und dreifach redundante Glasfaseranbindung verfügen.
Die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler betont die Bedeutung des Projekts für die Wetterau: „Rechenzentren sind heute ein zentraler Baustein und physische Grundlage unserer digitalen Infrastruktur. Sie ermöglichen Innovationen und stärken so nicht zuletzt unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Es ist ein starkes Signal für die Stadt und zugleich für die gesamte Region, dass ein solches Projekt nun in Rosbach realisiert wird. Es zeigt, dass der Wetteraukreis ein attraktiver und zukunftsfähiger Standort für digitale Schlüsseltechnologien ist.“
Visualisierung des geplanten firstcolo-Rechenzentrums in Rosbach vor der Höhe
Wirtschaftlicher Mehrwert für Stadt und Region
Das Projekt soll nicht nur die digitale Infrastruktur für Unternehmen in 33 Ländern bereitstellen; auch der Stadt Rosbach bietet es einen echten Mehrwert: So bleibt die erzeugte Abwärme 20 Jahre kostenlos nutzbar, etwa für ein geplantes lokales Wärme- oder Fernwärmenetz. „Je leistungsfähiger die entsprechenden Serversysteme arbeiten, desto mehr Abwärme erzeugt ein einzelner Serverschrank. Als Unternehmen aus Hessen sind wir lokal verwurzelt und wollen ein Zugewinn für die Stadt sein: firstcolo wird die Wärme aus dem Rechenzentrum 20 Jahre kostenlos an die Stadt abgeben und Rosbach dadurch als wachstumsorientierten Standort stärken“, so Evans. Schließlich steht digitale Infrastruktur heute auf einer Stufe mit Verkehrsplanung und Energieversorgung und sichert die Zukunftsfähigkeit.
Die Fertigstellung des Baus ist für Ende 2027 geplant, damit Rosbach schon bald ein leistungsstarkes, nachhaltiges Rechenzentrum im Herzen Europas beherbergen kann. Bürgermeister Steffen Maar und die Stadt Rosbach zeigen sich zufrieden: „Die Erteilung der Baugenehmigung ist ein entscheidender Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Wir schaffen nicht nur die Basis für künftige Steuereinnahmen, sondern vor allem hochqualifizierte Arbeitsplätze für Fachkräfte in einer Zukunftsbranche. Mein Dank gilt der Geschäftsführung von firstcolo für dieses klare Bekenntnis zu unserem Standort und auch unserem Verwaltungsteam, das diese Chance früh erkannt und das Projekt professionell bis zur Genehmigungsreife begleitet hat“.
Weitere Informationen zum geplanten Standort in Rosbach finden Sie hier.





