Spatenstich für FRA7: firstcolo startet den Bau des neuen Rechenzentrums in Rosbach vor der Höhe, das mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Mio. Euro zu den bedeutendsten Investitionen in die digitale Infrastruktur Hessens zählt.
Rosbach vor der Höhe / Frankfurt am Main, 15. Juni 2026 – Mit dem symbolischen Spatenstich startet firstcolo den Bau des neuen Rechenzentrums FRA7 in Rosbach vor der Höhe. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 250 Mio. Euro und zählt zu den bedeutendsten Investitionen in digitale Infrastruktur in Hessen.
Mit einer geplanten Gesamt-Leistung von rund 24 MW entsteht ein Rechenzentrum der nächsten Generation, das insbesondere auf die Anforderungen von Cloud-, KI- und High-Performance-Computing-Anwendungen ausgelegt ist. Die Infrastruktur ermöglicht Leistungsdichten von bis zu 200 kW pro Rack und setzt dabei auf moderne Flüssigkeitskühlungstechnologien.
Für Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus ist das Projekt ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland:
„Leistungsfähige Rechenzentren sind eine zentrale Voraussetzung für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Ohne das Rückgrat der digitalen Infrastruktur funktionieren weder Wirtschaft, noch Verwaltung, noch das tägliche Leben. Der heutige Spatenstich ist zudem nicht nur ein Bekenntnis zu Hessens Rolle als digitaler Spitzenstandort, sondern auch ein Bekenntnis zu europäischer Souveränität.“
Mit dem Projekt investiert der deutsche Betreiber gezielt in digitale Infrastruktur in Deutschland und setzt damit ein Zeichen für technologische Souveränität, Innovationsfähigkeit und langfristige Wertschöpfung – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation.
Auch für die Stadt Rosbach vor der Höhe hat das Projekt eine besondere Bedeutung. Das Vorhaben ist ein wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung des Gewerbestandorts und die wirtschaftliche Stärke der Region. Mit der Investition entstehen zusätzliche Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in einem zukunftsorientierten Technologiebereich. Bürgermeister Steffen Maar verweist zudem auf die Chancen, die sich aus der Zusammenarbeit mit firstcolo für die Stadtentwicklung ergeben:
„Die Investition von firstcolo ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Rosbach. Uns ist wichtig, solche Entwicklungen pragmatisch zu begleiten und zugleich konkrete Mehrwerte für unsere Stadt zu schaffen. Die vorgesehene Nutzung der Abwärme eröffnet dafür eine besondere Chance. Das ist gute Wirtschaftsentwicklung: zukunftsorientiert, partnerschaftlich und mit Blick auf die Menschen vor Ort.“
Das Rechenzentrum FRA7 wird vollständig mit zertifiziertem Ökostrom betrieben und strebt einen PUE-Wert von unter 1,2 an. Ergänzend kommen moderne Batteriespeicherlösungen zum Einsatz, die überschüssige Energie netzdienlich zurückspeisen können. Damit verbindet das Projekt leistungsfähige digitale Infrastruktur mit hohen Anforderungen an Energieeffizienz und einen verantwortungsvollen Ressourceneinsatz.
Ein zentrales Element des Projekts ist zudem die nachhaltige Nutzung der entstehenden Abwärme: firstcolo stellt der Stadt Rosbach vor der Höhe die Abwärme aus dem Rechenzentrum für mindestens 20 Jahre unentgeltlich zur Verfügung. Auf dieser Grundlage können gemeinsam mit weiteren Partnern Möglichkeiten geprüft und entwickelt werden, diese Wärme perspektivisch für eine klimafreundliche Wärmeversorgung nutzbar zu machen.
Auch die regionale Wirtschaft sieht in FRA7 einen wichtigen Standortimpuls. Für Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg, stärkt das Projekt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region:
„Digitale Infrastruktur ist heute ein zentraler Standortfaktor für Unternehmen. Das Rechenzentrum FRA7 ist ein wichtiges Investitionssignal in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten.“
An der Umsetzung des Projekts sind mehrere spezialisierte Partner beteiligt. Gemeinsam in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Lupp, die für Rohbau, Fassade und Innenausbau verantwortlich ist, realisiert SPIE die komplette technische Gebäudeausrüstung sowie alle kritischen Infrastruktursysteme des Rechenzentrums. Daniel Schmitt, Geschäftsführer der SPIE Data Center GmbH, erklärt:
„Mit FRA7 entsteht ein technologisch hochanspruchsvolles Rechenzentrum, das neue Maßstäbe bei Energieeffizienz und Leistungsdichte setzt.“
Dennis Bausch, Dipl.-Ing., Prokurist und Bereichsleiter Hochbau/SF-Bau, Unternehmensgruppe Lupp ergänzt: „Als ARGE-Partner bringen wir beim Bau von FRA7 unsere gesamte Erfahrung im Hochbau und insbesondere im Bau von Rechenzentren ein – für eine termintreue und qualitativ hochwertige Übergabe an firstcolo.“
firstcolo-Gründer und Geschäftsführer Jerome Evans betont insbesondere die langfristige strategische Bedeutung des Projekts:
„Mit FRA7 investieren wir langfristig in Deutschland und schaffen die Infrastruktur für die nächste Generation digitaler Anwendungen – von KI bis High Performance Computing. FRA7 markiert hierbei den Startschuss einer umfassenden Investitionsoffensive – wir planen, unsere Rechenzentrums-Kapazitäten in naher Zukunft signifikant zu erweitern und damit unsere Präsenz in der Region und darüber hinaus nachhaltig zu stärken. “
Zum Spatenstich werden Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Medien erwartet.
Über firstcolo:
Die firstcolo Gruppe mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein führender Betreiber hochmoderner Rechenzentren. Seit der Gründung im Jahr 2007 bietet das Unternehmen maßgeschneiderte IT-Infrastrukturlösungen an, die von Colocation und Serversystemen bis zu Managed Services und Cloud-Lösungen reichen. Mit einer garantierten Verfügbarkeit von 99,999 % sowie Zertifizierungen nach ISO/IEC 27001:2022 und ISO 9001:2015 setzt firstcolo höchste Maßstäbe bei Betriebssicherheit und Datenschutz.
Ein zentraler Fokus liegt auf der ökologischen Verantwortung: Die gesamte Infrastruktur wird zu 100 % mit zertifiziertem Ökostrom betrieben. Für exzellente Konnektivität und geringe Latenzzeiten sorgt zudem ein eigenes IP-Backbone mit einer Kapazität von über 2.000 Gbit/s. Heute vertrauen mehr als 400 Kunden aus verschiedenen Branchen auf das rund 80-köpfige Expertenteam, das durch persönliche Betreuung und Innovationskraft die digitale Zukunft nachhaltig mitgestaltet.