Folge vier unserer Miniserie zu den häufigsten Einwänden gegen den Umstieg auf eine souveräne Cloud: Wie lässt sich die Cloud so gestalten, dass Compliance von Anfang an mit im Boot ist – und regulatorische Anforderungen, Datenschutz und interne Vorgaben berücksichtigt werden?
In vielen Cloud-Projekten meldet sich früher oder später die Compliance-Abteilung mit Vorbehalten. Die Aufgabe ist klar: Risiken minimieren und regulatorische Vorgaben einhalten. Gerade bei internationalen Konzernen und US-Hyperscalern besteht zurecht Unsicherheit – etwa beim Umgang mit sensiblen Daten oder Geschäftsgeheimnissen.
Es stellt sich also die Frage: Unter welchen Rahmenbedingungen lässt sich die Cloud so gestalten, dass Compliance von Anfang an mit im Boot ist?
Compliance-Vorbehalte sind in Cloud-Projekten kein Randthema. Sie betreffen zentrale Fragen rund um Datenverarbeitung, Rechtsrahmen und Risikobewertung. Gerade dann, wenn sensible Daten verarbeitet werden oder branchenspezifische Vorgaben gelten, ist es nachvollziehbar, dass Compliance-Abteilungen genau hinschauen.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob Cloud und Compliance grundsätzlich zusammenpassen – sondern unter welchen Voraussetzungen eine Cloud-Lösung so aufgebaut werden kann, dass sie regulatorischen Anforderungen standhält und intern belastbar bewertet werden kann.
Ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Compliance im Sinne der Souveränität ist der Standort der Daten und ihrer Verarbeitung und der damit verbundene geltende Rechtsrahmen. Werden Daten in Rechenzentren in Deutschland verarbeitet und gespeichert, greifen europäische und nationale Vorgaben, die Compliance-Abteilungen aus anderen Projekten kennen – etwa:
Ein Cloud-Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland und nicht-proprietären Softwarelösungen schafft damit eine verlässliche Basis. Die Datenverarbeitung findet in einem rechtlichen Umfeld statt, das intern bereits bewertet und eingeordnet werden kann.
Neben dem Standort spielen Zertifizierungen eine zentrale Rolle. Sie liefern nachvollziehbare Nachweise für gelebte Prozesse und Sicherheitsstandards:
Für Compliance-Abteilungen bieten diese Zertifikate konkrete Anhaltspunkte: Risikoanalysen, Auditvorbereitungen und Rückfragen von Aufsicht, Kunden oder interner Revision lassen sich anhand anerkannter Standards beantworten.
Ein weiterer Punkt ist der US CLOUD Act. Unter bestimmten Bedingungen können US-Behörden auf Daten zugreifen, die von US-Unternehmen verarbeitet werden – auch dann, wenn sich die Daten- oder Datenverarbeitungsstandorte außerhalb der USA befinden.
Für Compliance kann das insbesondere bei folgenden Themen kritisch sein:
Ein Cloud-Anbieter, der rechtlich in der EU verankert ist und keine US-Muttergesellschaft hat, reduziert dieses spezifische Risiko deutlich. Der mögliche Zugriff über US-Recht spielt in diesem Szenario keine Rolle. Das erleichtert interne Bewertungen und Gespräche mit Datenschutzbeauftragten oder Rechtsabteilungen.
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Auf diese Inhalte können Sie sich freuen:
Compliance beurteilt nicht nur technische Maßnahmen, sondern ebenso die Dokumentation dahinter: Verträge, technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs), Risikobewertungen, Auftragsverarbeitungsverträge, Berichte aus Audits oder Penetrationstests.
Hilfreich ist ein Cloud-Anbieter, der:
So entstehen klar nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen. Die Beteiligten auf Kundenseite müssen weniger Zeit in das mühsame Zusammentragen von Informationen investieren und können sich auf Bewertung und Freigabe konzentrieren.
Der Einwand „Unsere Compliance-Abteilung ist bei Cloud sehr kritisch“ weist auf zentrale Anforderungen hin, die in jedem Fall berücksichtigt werden sollten. Eine souveräne Cloud aus Deutschland bietet hier gute Ansatzpunkte:
Wenn diese Aspekte früh in Anbieterwahl, Vertragsgestaltung und Architektur einfließen und Compliance von Beginn an eingebunden ist, entstehen tragfähige Betriebsmodelle: Cloud-Lösungen, die fachliche Anforderungen abdecken und gleichzeitig regulatorische Grenzen respektieren.
Wir betreiben unsere Cloud- und Colocation-Plattform in unseren eigenen Rechenzentren in Frankfurt am Main und beraten Sie gern.